Über

Nun, ich sehe mich als einen zufriedenen und fröhlichen Menschen und lebe glücklich im schönen Zürcher Oberland. Der Glaube an Jesus Christus ist die Mitte meines Lebens. Den Glauben verstehe ich als Prozess. Ich habe gelernt, durch schwierige Lebenssituationen zu gehen und sie zu bestehen. Meine Kreativität betrachte ich als eine Gabe, auch wenn sich nicht alle Ideen verwirklichen lassen. Mein Lebensmotto ist: „Lebe, wie du, wenn du stirbst, wünschen wirst, gelebt zu haben.“ Dieser Satz stammt aus der Feder des Schriftstellers Ch. F. Gellert (1715-1769). Der darin ausgesprochene Gedanke „wie du beim Dahinscheiden gelebt zu haben wünschst, so kannst du jetzt bereits leben“ fasziniert mich. Es hilft mir, mein Leben bewusst zu gestalten, zu leben und nicht gelebt zu werden.

Auch wenn ich lebensfrohe Beziehungen, Gemeinschaft, Gastfreundschaft und gutes Essen schätze, ist mir die Stille und Einsamkeit ebenso ein treuer Wegbegleiter. In meiner Ausrichtung bin ich eher der Praktiker und Pragmatiker trotz meines Master of Arts in Theologie (Columbia International University). Aus gesundheitlichen Gründen kann ich einer Vielzahl von Hobbys nicht mehr nachgehen, wie beispielsweise dem Bergsteigen oder dem Volleyball spielen. Doch ist mir das Malen und die Bewegung draussen in der Natur geblieben.

Unter diesem Link findest du ein Porträt über mich, geschrieben von Martina Stössel, entstanden im Verlaufe ihrer Kantonsschulzeit.

Mittlerweilen trage ich über 20 Jahre an meiner Krankheit. Dabei hat mir ein katholischer Theologe und Arzt, Manfred Lütz, geholfen im rechten Umgang mit meiner Krankheit/Gesundheit, die Balance zu halten: „Gesund ist ein Mensch, der mit seinen Krankheiten einigermassen glücklich leben kann“. Ja, wenn das so ist, dann bin ich mit einer grossen Portion Gelassenheit gesegnet und kann mit ruhigem Gewissen sagen, dass ich trotz meiner Krankheit Gesund bin! Zur Zeit meines Studiums, als wir als junge Familie mehrere Jahre unter dem Existenzminimum gelebt haben, begleitete uns dieser Spruch: „Wenn Gott das Wenige segnet, dann ist es mehr als Genug.“ Im Herbst 2016 gab mir Hans Kaspar, ein guter Freund das Büchlein „Gelassenheit“ vom berühmten Arzt Galen (Was bedeutet das alles?) Auf der letztes Seite begegnete mir dann dieser Satz: „Man schaue nicht auf das, was man verloren hat, sondern freue sich über das, was einem noch geblieben ist“ Da musste ich nicht wenig schmunzeln, denn auf diesen Erkenntnissatz bin ich vor über 30 Jahren schon von selbst gekommen. Diese Lebensweisheit hat mich in so mancher schweren Stunde des Schicksals, selbst wenn es als Fügung angesehen wird, getragen. Ja, wahrscheinlich auch deswegen getragen, weil selbst denken nicht verboten ist und philosophische Erkenntnis Früchte des Geistes sind und köstlich schmecken! Das Leben will gelebt werden, dazu braucht es auch eine gehörige Portion Mut und Kampfeswille. Ich kämpfe nicht gegen den Krebs oder die Krankheit, das ist mir fremd. Aber ich kämpfe für das Leben, für die Hoffnung, den Glauben, die Liebe!