Äthiopien 2016


Mittlerweilen trage ich über 20 Jahre an meiner Krankheit. Dabei hat mir ein katholischer Theologe und Arzt, Manfred Lütz, geholfen im rechten Umgang mit meiner Krankheit/Gesundheit, die Balance zu halten: „Gesund ist ein Mensch, der mit seinen Krankheiten einigermassen glücklich leben kann“. Ja, wenn das so ist, dann bin ich mit einer grossen Portion Gelassenheit gesegnet und kann mit ruhigem Gewissen sagen, dass ich trotz meiner Krankheit Gesund bin! Zur Zeit meines Studiums, als wir als junge Familie mehrere Jahre unter dem Existenzminimum gelebt haben, begleitete uns dieser Spruch: „Wenn Gott das Wenige segnet, dann ist es mehr als Genug.“ Im Herbst 2016 gab mir Hans Kaspar, ein guter Freund das Büchlein „Gelassenheit“ vom berühmten Arzt Galen (Was bedeutet das alles?) Auf der letztes Seite begegnete mir dann dieser Satz: „Man schaue nicht auf das, was man verloren hat, sondern freue sich über das, was einem noch geblieben ist“ Da musste ich nicht wenig schmunzeln, denn auf diesen Erkenntnissatz bin ich vor über 30 Jahren schon von selbst gekommen. Diese Lebensweisheit hat mich in so mancher schweren Stunde des Schicksals, selbst wenn es als Fügung angesehen wird, getragen. Ja, wahrscheinlich auch deswegen getragen, weil selbst denken nicht verboten ist und philosophische Erkenntnis Früchte des Geistes sind und köstlich schmecken! Das Leben will gelebt werden, dazu braucht es auch eine gehörige Portion Mut und Kampfeswille. Ich kämpfe nicht gegen den Krebs oder die Krankheit, das ist mir fremd. Aber ich kämpfe für das Leben, für die Hoffnung, den Glauben, die Liebe!

Projekt Zigereda der Walga-Klinik

Diese Bilder beziehen sich auf das Projekt Zigereda von der Walga-Klinik. Für schwangere Frauen in Not besteht die Möglichkeit, in Sicherheit ihr Kind zu gebären. Da diese Frauen von ihrer Ursprungsfamilie verstossen worden sind, können sie im Schutz der Klinik ihre Kinder aufziehen (Kinderhort) und gleichzeitig je nach Bedarf einen einfachen Beruf erlernen. Dies gibt ihnen die Chance wieder im Leben sicheren Tritt zu fassen und sich als allein erziehende Mütter ein Leben in Würde zu erkämpfen.

Das Gemälde von der Frau mit ihrem Kind ist für die schwangeren Frauen eine Heldin. Denn ihre tragische Lebensgeschichte war der Grund, weswegen das Projekt Zigereda ins Leben gerufen wurde. Das Pflegepersonal der Walgaklinik retteten ihr das Leben, als sie wegen einer Vergewaltigung sich das Leben nehmen wollte. Zur Schande der Vergewaltigung kam noch die Schwangerschaft dazu, so dass sie von der eigenen Familie verstossen wurde. Heute setzt sich diese starke Frau ebenfalls ein für Frauen in der Not und lebt vor, dass es einen besseren Weg als den des Suizids gibt.

Die Walga-Klinik mit ihrem Projekt „Zigereda“ (Wildrose) ist auf unsere Mithilfe angewiesen: Spenden können über die Stiftung Eckstein einbezahlt werden und sind von den Steuern abzugsberechtigt:

Stiftung Eckstein

Stiftungsratspräsident Dr. Raphael Marmy

Stapfetenstrasse 18

8345 Adetswil

Vermerk: Hilfsprojekt Äthiopien, Zigereda

Organisator: Dario A. Bartholdi, Im Sunneberg 9, 8345 Adetswil

Bankverbindung Stiftung Eckstein

IBAN: CH6800700112300007030

Hinweis:
Spenden für das Hilfsprojekt Äthiopien gehen vollumfänglich in die direkte Projektarbeit vor Ort in Äthiopien.